Home
Presseblog
Aktuelle Zitate
Schröderwitze
Karikaturen
Die selbsternannten Wirtschaftsexperten
Wie wird man eigentlich "Wirtschaftsexperte"? Habt Ihr Euch schon mal die Mühe gemacht, Euch all diese sogenannten Wirtschaftsexperten, die uns von der Politik untergejubelt werden, einmal genauer anzuschauen? Fangen wir gleich mal mit einem ganzen Kollektiv selbsternannter "Experten" an:
Die FDP bezeichnet sich immer wieder gerne als Partei der Wirtschaft. Auf welcher Basis eigentlich? Weil fast alle Mitglieder und Repräsentanten dieser Partei Lehrer, Beamte oder Juristen sind? Oder weil man ein paar (niemals in der Praxis erprobte) neoliberalistische Theorien im Parteiprogramm stehen hat?
Oder ist man eventuell ein Wirtschaftsexperte, weil man zahlreiche hochdotierte Beraterjobs oder Aufsichtsratsposten inne hat? Wolfgang Clement, Friedrich Merz und Co. Warum wohl bekommt man solche Posten angeboten? Weil man so schlau ist? Weil man sich so gut auskennt? Oder nicht viel eher, weil man mit Ellbogen und Dummschwätzerei politischen Einfluss erworben hat?! Den jedenfalls lassen sich die Firmen schon gerne was kosten. Eine Hand wäscht die andere. Wirtschaftsexperten? Nichts weiter als überbezahlte Lobbyisten. (siehe
Beraterjobs)
Aber was ist eigentlich mit den wirklichen Experten, den (vielfach ebenfalls von der Wirtschaft gut beschäftigten bzw. bezahlten) Professoren? Auch sie forcierten ja die neoliberalistischen Experimente unserer Regierung. Wie diese Experimente ausgegangen sind, möge jeder selber entscheiden. Aber nehmen wir einfach mal per Exempel den
"Rat der Wirtschaftsweisen" und betrachten dessen Prognosen im Laufe der zurückliegenden Jahre:
Gute Berater und Experten sollten überwiegend recht behalten mit ihren Prognosen. Eher schlechte Experten sollten zumindest eine statistische Trefferquote von zB. etwa 50 Prozent erreichen, eben die Zufallstreffer. Wie aber nennt man Experten, die häufiger daneben hauen, als es die statistische Wahrscheinlichkeit erwarten ließe. Eben dies hat der Rat der Wirtschaftsweisen über Jahre hinweg immer wieder geschafft. Ganz im Ernst! Jeder Schimpanse, dem man eine Reihe von Knöpfen zur Auswahl gegeben hätte, hätte vermutlich eine höhere Trefferquote erzielt. Weshalb dieser unsäglich "Weise Rat" von offenbar eher bestechlichen denn weisen Experten jetzt wohl auch endlich aufgelöst wird. Aber eigentlich nur, weil die neoliberalistischen Experimente dieser "geistigen Führer" so gründlich in die Hose gegangen sind. Andernfalls müssten wir uns diese Fehlprognosen und das ideologische neoliberalistische Geschwätz wohl noch über Jahrzehnte anhören.
Und die Regierung? Die große Koalition? Diese "Experten" haben, nach jahrelanger angeblich notwendiger Umverteilung von unten nach oben (unten zahlt, oben wird entlastet), eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen der Neuzeit heraufbeschworen. Und jetzt spielen sie sich auf einmal als Retter auf, und geben ein paar Banken die Schuld. Aber
SIE waren es, die die Rahmenbedingungen steckten und gleichzeitig hemmungslos die Beraterhonorare von Wirtschaft und Spekulanten einstrichen. Und die Bürger dieses Landes werden sie brav weiterhin wählen, weil sie glauben, bzw. ihnen erfolgreich diese Illusion vermittelt wurde, die Welt würde untergehen, wenn mal nicht eine ihrer durchweg korrupten Volksparteien ans Ruder kommt. Mit eben dieser Illusion haben sich auch Tyrannen und Diktatoren immer wieder über ihre Zeit hinaus am Ruder gehalten ...